Good vibrations -Wie Musik heilsam wirkt

Ein sprechendes Konzert mit Prof. Stefan Kölsch und Prof. Nina Tichmann

Musik hält fit und macht gesund – und dies auf allen möglichen Ebenen, wie die Forschung beweist. Stefan Kölsch, international führender Neurowissenschaftler auf diesem Gebiet, beschreibt so anschaulich wie fundiert die Auswirkungen von Musik auf unser Gehirn, unsere Emotionen und unseren Körper und zeigt, wie die neuen Erkenntnisse für jeden praktisch anwendbar sind.

Musik ist nicht nur schön ‒ sie bewahrt auch unsere Gesundheit, hält jung und verbessert den Spracherwerb. Sie hilft bei Schlaganfall, chronischen Krankheiten und Demenz. Sie wirkt geradezu Wunder bei Wachkomapatienten. Die Bedeutung von Klängen und Melodien für unsere Psyche und unseren Körper findet immer mehr Beachtung und ist inzwischen unumstritten. Stefan Kölsch zeigt uns anhand vieler Beispiele aus seinem Forschungsbereich, weshalb Musik in allen Formen eine immer größere Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung ganz unterschiedlicher Krankheiten einnimmt, sodass sie inzwischen einen neuen Wissenschaftszweig in der Gesundheitsforschung fundiert. Und er liefert zahlreiche konkrete Tipps, wie jeder von uns mit Musik im Alltag sein Wohlbefinden unterstützen und fördern kann.

Musikalisch umrahmt wird diese spannende Darstellung von der amerikanischen Pianistin Nina Tichman und Stefan Kölsch selbst mit den Stücken:

Josef Haydn 
Sonate Es-Dur, Hob. XVI/52
Allegro
Adagio
Finale-Presto

Johannes Brahms     
Sonate für Klavier und Violine G-Dur, Opus 78
Vivace, ma non troppo
Adagio, più Andante
Allegro molto moderato

Stefan Kölsch
Stefan Kölsch studierte Instrumental- und Vokalmusik an der Hochschule für Künste Bremen und Psychologie sowie Soziologie an der Universität Leipzig. Er erwarb 1994 die künstlerische Reifeprüfung, 1998 das Diplom in Psychologie und 2000 das Diplom in Soziologie. Mit seiner am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften erstellten Arbeit Brain and Music: A contribution to the investigation of central auditory processing with a new electrophysiological approach wurde er 2000 an der Universität Leipzig zum Dr. rer. nat. promoviert. Nach einem Aufenthalt als Postdoktorand an der Harvard Medical School leitete er die von der Max-Planck-Gesellschaft initiierte selbständige Nachwuchsgruppe Neurocognition of Music (Neurokognition der Musik). 2004 habilitierte sich Stefan Kölsch an der Universität Leipzig im Fach Psychologie.

2006 wurde Stefan Kölsch als Senior Lecturer an die University of Sussex berufen, wo er in den Bereichen kognitive und affektive Neurowissenschaft, biologische Psychologie und Musikpsychologie forschte und lehrte. 2010 folgte er einem Ruf der Freien Universität Berlin auf eine Universitätsprofessur für die Fachgebiete Musikpsychologie und Neurowissenschaft im Exzellenzcluster Languages of Emotion. Seit 2015 ist er Professor für biologische Psychologie, medizinische Psychologie und Musikpsychologie an der Universität Bergen (Norwegen), an die er im Rahmen des norwegischen Spitzenforscher-Programms (Toppforskprogrammet) berufen wurde.

Nina Tichman

Die renommierte amerikanische Pianistin Nina Tichman, Gewinnerin wichtiger Wettbewerbe (Busoni, Mendelssohn, Casagrande), begeistert ihre Zuhörer mit einer großen Bandbreite des Repertoires immer wieder aufs Neue.  Die Künstlerin ist nach ihrem Debut als Siebzehnjährige mit Beethovens Fünftes Klavierkonzert in den musikalischen Zentren der Welt wie Carnegie Hall, der Kölner Philharmonie, dem Berliner Konzerthaus und dem Salzburger Festspielhaus aufgetreten. Sie hat u.a. unter den Dirigenten Moshe Atzmon, Leon Barzin, Aaron Copland, Dmitri Kitaenko und Louis Langrée zusammen mit den Bamberger Sinfoniker, den Sinfonieorchestern der Bayerischen, Hessischen und Norddeutschen Rundfunkanstalten, Baltimore und St. Louis Sinfonieorchestern musiziert und wurde auf fünf Kontinenten im Fernsehen und Rundfunk porträtiert.  Ihre Diskographie umfasst Werke von Bartók, Beethoven, Copland (Gesamtklavierwerk), Chopin, Corigliano, Debussy (Gesamtklavierwerk), Fauré, V.D. Kirchner, Mendelssohn, Penderecki, und Reger.  Als Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin gastierte sie bei internationalen Festivals wie Marlboro, Tanglewood, International Musicians Seminar at Prussia Cove, Styriarte, Frankfurt Feste, Rheingau Musikfestival, u.v.a.  Konzerttourneen in den letzten Jahren führten sie nach China, Japan, Südostasien, Griechenland, Israel, Neuseeland, Nordamerika Mexico, in die Türkei sowie in fast allen europäischen Ländern. 

Nina Tichman graduierte an der Juilliard School, die ihr wegen herausragender musikalischer Leistungen den Eduard-Steuermann-Preis verlieh. Sie ist Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik in Köln und hat Meisterkurse in Amherst College, Princeton University, IKIF in New York, an der Europäischen Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Montepulciano und am “Mozarteum” in Salzburg gehalten.  Sie ist Jurorin bei namhaften internationalen Wettbewerben wie European International Piano Competition (Bremen), Rachmaninov Competition (Bonn), Aschenbrenner Wettbewerb (Köln), Busoni Wettbewerb (Bozen). 2016 wurde Nina Tichman künstlerische Leiterin der Andernacher Musiktage.  Highlights der letzten Jahre waren u.a. eine Konzertreihe “die letzten drei” in der sie die jeweils letzten drei Sonaten von Haydn, Beethoven und Schubert aufführte sowie eine Gesamtaufführung der Schubert Klaviersonaten.

Datum

11. Sep 2022

Uhrzeit

18:00 - 20:00

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Hessenbrückenmühle

Ort

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Hessenbrückenmühle D – 35321 Laubach
Kategorie

Veranstalter

Musik und Sprache Hessenbrückenmühle e.V.
Phone
0171 – 215 73 79
E-Mail
info@hessenbrueckenmuehle.de
Website
https://www.msh-laubach.de
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